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SCRUM Master für Mutti und Papi?

Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema "SCRUM", mit einem Touch ins Storytelling.

„Der maßgebliche Unterschied zum klassischen Projektmanagement, ergibt sich aus dem neuen Mindset“, höre ich immer wieder, wenn ich behaupte, agiles PM muss auch mit mindestens 80% der klassischen Werkzeuge und Methoden arbeiten. Da SCRUM & Co erhebliche Zukunftschancen bieten sollen, warum nicht von vornherein das neue Mindset, den eigenen kleinen Rackern behutsam einimpfen? Als Studienabgänger mit einem Bachelor oder Master, wird es dann doch viel einfacher, die Egoismen- und Einzelkämpfer- (als Einzelkind) Eigenarten einzudampfen und dieses „neue Mindset“ zu verinnerlichen.

Wobei „SCRUM Master“, als Rolle für Mutti oder Papi, doch eher an einen Sklaventreiber aus den Südstaaten oder an die Master Card erinnert. Aber keine Angst, der Begriff „SCRUM Coach“, setzt sich in letzter Zeit immer stärker durch! Coaching für die Kleinen – das hört sich doch viel besser an.

Gebärmutter als erstes Klassenzimmer?

Sie sind im fünften Monat schwanger? Na, da haben Sie ja noch viel Zeit, dem Kind das „neue Mindset“ einzuimpfen. Weit gefehlt, Sie wollen schließlich ein Überflieger Development Team erzeugen! Beginnen Sie sofort mit den ersten Grundlagen, auch wenn der erste Sprint,Development Team nicht 4 Wochen sondern 9 Monate dauert - nein, von heute an nur noch 4 Monate. Halten Sie eine Taschenlampe an Ihren Bauch, beim ersten Leuchtstrahl rufen Sie laut „SCRUM Master“, beim zweiten Leuchtstrahl „Product Owner“ und beim dritten Leuchten „Development Team“. Die genannaten Rollen sind die drei möglichen Rollen in SCRUM. Der Embryo lernt nicht nur bis DREI Zählen, sein Gehirn entwickelt auch schon erste „SCRUM orientierte Strukturen“.

Wer von den Eltern nun später in die Rolle des SCRUM Master (SM) oder in die Rolle des Product Owner (PO) schlüpft, ergibt sich aus den Abläufen auf der Zeitachse, wer nun zuerst in den Mutter-, respektive Vaterschaftsurlaub geht. Ausnahmsweise, können die Rollen auch während des Projekts getauscht werden, was in kommerziellen Projekten nicht der Fall ist. Das schöne ist, das Development Team ist nach oben offen. Da können Sie noch ganz agil so einige 9 – Monats Sprints einplanen. Leider ist der PO allein für das Produkt oder die Produkte verantwortlich und bestimmt auch alle Anforderungen. Aber auch in diesem Fall wollen wir ein Auge zudrücken.

"Entschuldigung, ich hatte vergessen, Planung existiert in agilen Methoden nur auf Nahsicht."

Aber ein etwas größeres Development Team, kommt allen zu Gute. Dem SCRUM Master und Product Owner, falls ab 2030 die Rente nicht mehr reichen sollte. Dem Development Team selbst, da sich Kooperation und das neue Mindset besser in einer Gruppe praktizieren lassen.

Die Artefakte in SCRUM

Der PO und der SM überlegen, welche Anforderungen schon während der Schwangerschaft umgesetzt werden sollten. In dem Fall, stellt das Artefakt „Product Back Log“ ein optimales Dokument dar, die Anforderungen zu dokumentieren. So macht der PO den Vorschlag, dem Embryo schon einige musische Eigenschaften pränatal einzupflanzen, als quasi fötale Trainingseinheit.

Der SM hält das Ganze für nicht so sinnvoll. Der Embryo kann zwar ab dem 5. Monat hören, muss aber am Tag etwa 20 Stunden schlafen. Mit den Morsezeichen der Taschenlampe am schwangeren Bauch oder Beethovens Neunte über Megafon, ein Zeitfenster von 4 Stunden zu treffen? Äußerst unwahrscheinlich. Welche Effekte kommen bei zu wenig Schlaf zu Stande? Der SM und PO einigen sich darauf, das fötale Trainingsprogramm zu unterlassen. Schließlich wurden Einstein, Mozart und Goethe, auch ohne ein vorgeburtliches Training geboren. Die Effekte auf das auszuliefernde Produkt, sind relativ unbekannt.

Das eigentliche Problem der SCRUM begeisterten Eltern ist, das dieser erste SCRUM Sprint genau genommen keiner ist. Das SCRUM Rahmenwerk soll sicherstellen, dass Risiken früh erkannt werden und Änderungen problemlos und kostenneutral vorgenommen werden können. In dieser Situation doch eher schwierig, und ein 9 monatiger Sprint, überschreitet maßgeblich die Empfehlung von vier Wochen.

Letztendlich beruht das Projekt auf einer Vision, die auf dieser ersten Phase prädiktiver Abläufe, kaum einflussnehmende Tätigkeiten fokussiert hat, wenn man mal von den eher zu unterlassenden Maßnahmen, wie Alkohol- und Nikotinkonsum absieht.

Trotzdem, man einigt sich darauf, das Product Back Log (PBL), bezogen auf die postnatale Zeit, nach der ersten Auslieferung des Produkts, zu erstellen. Einige Anforderungen ergaben sich aber schon im Vorfeld durch die Vision: männlich, gesund, gut aussehend und Babyintelligent. Der SM weist den PO darauf hin, dass die Reihenfolge im PBL auch die Prioritäten berücksichtigen sollte. Männlich, gesund, gut aussehend, intelligent, ist nicht das, was sich der SM vorgestellt hat. Der SM plädiert für gesund, intelligent, gut aussehend und männlich.

Ganz wichtig ist es auch, dass das PBL, regelmäßig den Realitäten angepasst wird. Im Rahmen einer pränatalen Untersuchung, wurde bspw. in der 13 Woche ermittelt, ob der Embryo in der Lage ist, seinen Daumen und Mund zuzuordnen, um erste „Nuckel Aktivitäten“ vorzunehmen, was präventiv als Training für spätere Aktionen, an der Brust der MutterPMP Seminar zu werten ist.

Auch wenn der PO diese Automatismen nicht wirklich beeinflussen kann, kennzeichnet er das Ereignis „Nuckeln am Daumen“ als „Done“. Done bildet auch eine Spalte auf einem Story Board, auf dessen Funktion wir später noch zurückkommen. Unser PO, ist aber trotz SCRUM Begeisterung auch ein MS Project Freak, was entegegen langläufiger Meinung vieler Agilisten, auch in SCRUM ein durchaus probates Werkzeug darstellt. So hat er den gesamten Lebenszyklus der Schwangerschaft auf dem Gantt Chart abgebildet und spezielle Ereignisse in der Entwicklung des Embryos, in Form von Meilensteinen visualisiert. In der achten Woche ist folgender Meilenstein vermerkt: Gustav – so soll der Knabe mal heißen – tastet! In MS Project „on Track“, im Story Board „done“. Arnold Schwarzenegger soll in dem Alter schon Morse mäßig an der Nabelschnur, innerhalb der Placenta gerüttelt haben: „Ich will hier raus!“.

In einem weiteren Audit wurde ermittelt, dass die Anforderung „männlich“ nicht zutrifft. Da SCRUM sich immer an dem Machbaren ausrichtet, hat der PO, nach dem anfänglichen Einwand „hier können wir später ein Change einleiten und chirurgisch die Anforderung doch noch erfüllen“ dann aufgrund schärfster Proteste des SM, die Anforderung schweren Herzens angepasst und mit „done“ deklariert.

 

Fortsetzung folgt! Lesen Sie im nächsten BLOG:

Wie wendet der PO weitere Artefakte auf das Produkt an?

Wie sorgt der SCRUM Prozess für qualitativ hochwertige Eigenschaften?

Wie besetzen SM und PO das noch unfertige Development Team? Stichwort Hebamme!

Kann im Story Board, die Entsorgung von gefüllten Windeln, als „done“ deklariert werden?

 

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Hier schreibt: Renee Ossowski, PMP

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