Blog | Führung

Führung: Kein Stigma für Reiche bitte!

Wo kommen wir da hin, wenn Reiche jetzt auch noch gehetzt und verfolgt werden. Die haben ja schon so Stress genug. Auch Bundeskanzler Kurz sprach letztens Klartext. Bundeskanzler Kurz zog eine klare Linie bei Frau Meischberger, nicht nur gegen rechts, auch gegen Reiche - die gibt es überall - und auch diese Linie sollte nicht überschritten werden, sagte Herr Kurz mit sehr viel Weitblick. Auch der Herr Trump sagte Ähnliches, als linke Demonstranten von einem rechten Autofahrer getötet wurden: Beide Seiten sind böse!  Also auch Herr Trump monierte Linien, die überschritten – oder mit dem Auto überfahren wurden. In dem sonst so jugendlichen Gesicht des Bundeskanzlers, taten sich tiefe Sorgenfalten auf, als er seine Bedenken über die Hetze gegen die Reichen äußerte.

Hinweis auf ein Rhetorik Seminar in Berlin  BerlinJa, die Welt ändert sich rasend schnell, dass stellte man jetzt auch voller Verwunderung in Davos fest. Wenn Reiche gestern noch einen allerorts hoch anerkannten Status innehatten, so wird  heute gegen diese Minderheit ordentlich gemault und gemoppt.

Ich selbst war auch einmal auf dem Weg reich zu werden. Aufgrund beschleunigter politischer Veränderungen in Richtung Diktatur, purzelte ich leider wieder zurück in die Reihe der Otto Normalos. Zum Glück muss ich heute sagen! EinerBaron von Moechtegern dränget sich vor, weil er meint aufgrundseines Satus priviligiert zu sein. Minderheit anzugehören, kann nie gut sein. Das sagt sogar ein Bundeskanzler! Kein Wunder dass die Villen der Reichen alle mit hohen Zäunen und Absicherungen umgeben sind. Viele fliehen ja sogar deshalb auch nach Monaco oder in andere Gettos, oder lassen zumindest ihre Post in ferne Länder schicken, in denen sie extra einen Briefkasten dafür angemietet haben. So erfährt man manchmal gar nicht, dass jemand reich ist und dieser geschunden Minderheit angehört. Alles nur Selbstschutz! Wenn man früher protzte, betreibt man heute Understatement.

Viele Reiche können ja auch gar nichts dafür. Eine Erbschaft kann man ja nicht einfach so ablehnen. Man ist den Eltern und dem Vermögen ja verpflichtet.

Als ich 2012 noch in der Türkei lebte, da war die Welt noch in Ordnung. Ich war in eine Anlage eingezogen, da wohnten Ärzte, Anwälte, Bankdirektoren….eine honorige Klientel. Ich konnte mit meinem alten Fahrrad und den Satteltaschen zum Markt fahren und - wurde bei der Rückkehr in die Anlage von der Security angehalten. So gehört sich das! Mit ein wenig Protz wäre mir das damals sicherlich nicht passiert! Ein Bewohner hatte die Security alarmiert. Er soll gefragt haben, wie denn der Penner mit dem alten Drahtesel  in die Anlage gekommen ist. Natürlich mit meinem elektrischen Toröffner! In der Türkei fährt man Fahrrad wenn man nix hat oder wenn man Sport treibt. Und so ein Fahrrad zum Sport treiben hat einen Lenker, dessen Enden nach unten gebogen sind oder es hat keine Räder und besitzt auf keinen Fall Satteltaschen.

Erst als man so langsam mitbekam, dass ich neben meinem Fahrrad auch ein Auto besaß und Deutscher war, grüßte man mich zaghaft, aber immer noch ein wenig distinguiert. Das ich mit dem Fahrrad zum Markt fuhr, war für die dort lebenden Menschen unverzeihlich. In der Türkei galt immer noch: Geld haben und zeigen ist sexy. Inzwischen soll sich aber auch einiges geändert haben. Ich habe gehört, dass Millionäre ihre Millionen von Dollar oder Euro in Schukartoons in Kleiderschränken horten. Anscheinend schämen sie sich inzwischen auch schon für das viele Geld. Erdogan soll sich auch schon total genervt fühlen, streitet auch ständig ab, dass er stinkreich ist, weil er ständig auf seinen Protzpalast in Ankara angesprochen wird. Man munkelt, er plant 800 der 1000 Zimmer als Garagen für die deutschen Leopard Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen. Da stiege auch sein Sicherheitsgefühl und er kann sich nicht mehr so oft verlaufen.

Ja, man kann sagen was man will, eine neue Bescheidenheit greift um sich. Sogar unser Bobbelle streut Gerüchte, dass er verarmt ist. Um der Sache noch mehr Rückenwind zu geben, verkauft er jetzt sogar seine Pokale und Tennisschläger. Er kam dafür extra nach Deutschland zu „Bares für Rares“  und ließ sich beim Verkauf seines Wimbledon Schlägers filmen.  Dann drehte der Schlaumeier den Leuten dort auch noch einen falschen Schläger an – bei laufender Kamera! Das erinnert mich an einen deutschen Immobilienhändler in der Türkei, der ein und die gleiche Villa gleich 12-mal verkaufte. Heute sitzt er in einer Zelle in Bochum und denkt über das Reich sein nach.

Steigende Einkommen und positive Gefühle verlaufen nicht linear!

Ein englische Studie will herausgefunden haben, dass bei allen Menschen die obere individuelle Wohlfühlgrenze bei einem monatlichen Einkommen, zwischen 4000 und 7000€ netto liegt.  Da gibt es also schon unterschiedliche Ansprüche, gemessen an der Realität aber extrem marginale Unterschiede. Steigt das Einkommen über die persönliche Wohlfühlgrenze, wird Geld zur Belastung. Man weiß dann eben nicht immer wohin mit dem Geld? Fängt eventuell an zu zocken, da die Zinsen sowieso keine Satisfaktion bringen und landet womöglich noch in einem bayrischen Gefängnis.

Alles meinsVon daher sollte man es sich zweimal überlegen, ob man zu dieser geplagten Minderheit gehören will! Kurz gesagt: Geld macht nicht glücklich!

Mit den Worten von Jean-Jacques Rousseau gesagt: "Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.“

Mit den Worten von Jesus: „Eher geht ein Reicher durch ein Nadelöhr, als in das Königreich Gottes ein.“

Ökonomen können diese Weisheiten am Beispiel des abnehmenden Grenznutzen sogar nachweisen: Trinken Sie ein Glas Wasser um Ihren großen Durst zu löschen. Tolles Gefühl! Trinken Sie noch ein Glas. Auch noch gut! Ein drittes Glas. Das gute Gefühl lässt erheblich nach. Irgendwann wird es Quälerei und Sie fühlen sich wie ein Gefangener in Guantanamo! Analog verhält es sich mit steigendem Einkommen. Das gute Gefühl steigt nicht linear zum steigenden Einkommen. Irgendwann wird es zur Quälerei.

Bedenken Sie diese Tatsache auch bezogen auf Ihre Mitarbeiterführung und –motivation. Materielle Incentives haben ihre Grenzen. Auch wenn Ihnen Ihre Mitarbeiter etwas anderes verklickern wollen. Ein sozial starkes, wertschätzendes Arbeitsklima, erzeugt weit bessere Effekte.

 

Keine Macht der Werbung! Des Autors einziger Lohn: Eine Referenz in Ihrem Netzwerk!

Hier schreibt Renee Ossowski, PMP,

Bleiben Sie auf dem Laufenden, bestellen Sie unseren Newsletter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Oder werden Sie Mitglied in der XING Gruppe "SONOXO Akademie": https://www.xing.com/communities/groups/sonoxo-akademie-8018-1100996

Sie erreichen uns jetzt auch in Facebook: https://www.facebook.com/Habitualisierung/

Die SONOXO Akademie GmbH Salzburg ist eine Firmenschwester der SONOXO GmbH aus Berlin. Die SONOXO GmbH ist mit Projektberatern in diversen  Unternehmen unterwegs. Erfahrungen der SONOXO GmbH werden in der SONOXO Akademie adaptiert und in Trainings umgesetzt. Ein großes Augenmerk der SONOXO Akademie liegt auf der Habitualisierung des Erlernten, eine Transformation in unbewusstes Wissen. Die Seminare finden über Berlin hinaus, in den meisten Großstädten Deutschlands und Österreichs statt.

Geben Sie uns Ihr Feedback! Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu posten!