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Modul 1 Teil 2: Spielen Sie nicht Monopoly! Spielen Sie MS-Project auf Basis des PmBok Guides und mit SCRUM Background!

Renee Viel Spass

Pruefung

Zwei Datenbanken verbinden: Ressourcen zuweisen

Die beiden Datenbanken sind relativ nutzlos, solange sie nicht über Ressourcenzuordnungen verbunden wurden. Dies soll jetzt geschehen. Ein Vorgang, der Teil eines Arbeitspakets ist (1:n; Arbeitspaket "Teppich verlegen" = 5 einzelne Vorgänge) oder selbst ein Arbeitspaket darstellt (1:1), kann sich ja nicht von selbst bearbeiten.


Im PmBok 5th Edition S. 125 heißt es sinngemäß: Arbeitspakete (AP) sind die kleinsten Teilchen eines Projektstrukturplans (PSP) Stop1und befinden sich auf der untersten Ebene des PSP. Darüber befinden sich die Liefergegenstände in Form von Funktionen, Objekten oder Anforderungen (das sind die wichtigsten Möglichkeiten). Im PmBok Guide wird der PSP als wichtigstes Werkzeug fokussiert, den Inhalt und Umfang (Engl.: Scope) eines Projekts zu bestimmen. Im berechtigten Einzelfall sollte Scope explizit ausgeschlossen werden, der vom Kunden implizit unterstellt werden könnte. So beugt man Problemen und Risiken vor. Im PSP existiert noch kein kalendarischer Bezug. Der kommt Dekompositierenerst zu Stande, wenn die AP auf die
Ulli und die Jauche KuhleZeitachse (z.B. im Gannt Chart von MS-Project) 1:1, 1:n oder n:1 stop1umgesetzt werden (Dekompositionstop1 = Zerlegung von Arbeitspaketen in Vorgänge. Vorgänge treten erst auf der Kalenderachse bspw. im Gantt Chart von MS Project auf). Von daher benötigt er Ressourcen: Menschen oder Maschinen, Betriebsräume, Material oder auch Werkzeuge. MS-Project bietet Ihnen drei Kategorien an Ressourcen an (Bild 4):

 

  1. Arbeit: Diesen Parameter können Sie sich am besten merken, wenn Sie an Ressourcen denken, die theoretisch maximal 24 Stunden am Tag verfügbar sind. Menschen sind nur theoretisch 24 Stunden am Tag verfügbar, ein Schulungsraum dagegen auch praktisch. Kosten werden hier pro Stunde berechnet.
  2. Material: Wird einem Vorgang über „Einheiten zugeordnet“. Die Einheit muss monetär bewertet werden. Eine Einheit Zement kostet im Beispiel 12,00€.
  3. Kosten: Im Beispiel sehen Sie Reisekosten. Die lassen sich hier nicht zuordnen. Erst wenn Sie die Reisekosten kennen oder einiger maßen schätzen können, ordnen Sie sie direkt dem Vorgang zu.

4

Bild 4 

Projekt erstellen

In dem folgenden Text wir das erste Mal über Prozessgruppen gesprochen.

Die ersten beiden Prozesse gehören in die Initiierungsprozessgruppe: „Projektauftrag entwickeln“ und „Stakeholder identifizieren“ (PmBok 5th S. 424/425). Hier ist der Sponsor des Projekts, der „Auftraggeber Vertreter“, verantwortlich. Diese Rolle ist vergleichbar mit der Rolle des Lenkungsausschuss in Deutschland oder annähernd mit der Rolle des Product Owners bei SCRUM. Der PmBok Guide beschreibt keine Aufbau- und Ablauforganisation. Von daher sucht man einen Lenkungsausschuss vergebens.

Der Sponsor verfasst (oder lässt verfassen) eine „initiale Beschreibung des Projektinhalts und –umfangsstop1.

Im Rahmen der Initiierungsprozessgruppe bestimmt der Sponsor den Projektleiter und identifiziert erste Stakeholder, die in das Stakeholderregister stop1 (PmBok 5th, S. 398) eingetragen werden.

Mit der Vergabe des Projektauftrags an den Projektleiter startet der Projektleiter in der Planungsphase mit den Prozessen der Planungsprozessgruppe.

Die Aufgaben des Projektsponsors bezüglich eines Projekts werden im PmBok Guide nur rudimentär beschrieben. Eine gute Beschreibung finden Sie in diesem Artikel.

Handelt es ich um ein Kundenprojekt, sollten die Anforderungen durch den Auftraggeber in einem Lastenheft stop1oder einer Leistungsbeschreibung formuliert sein. Das Lastenheft ist auch ein „Muss“ für jede Ausschreibung. Schließlich müssen die Bewerber beurteilen können, inwieweit sie über Kapazitäten und Know How verfügen, um das Projekt leisten zu können. Je nach Ausschreibungsanforderung kann es sein, dass der Ausschreibende auch schon ein Pflichtenheft stop1der Bewerber einfordert, um ein sehr genaues Bild der Vorgehensweise der potenziellen Auftragnehmer zu erhalten. Für die Praxis ist diese Vorgehensweise häufig sehr problematisch. Einerseits sind die Auftraggeber gar nicht in der Lage brauchbare Lastenhefte zu schreiben, geschweige denn Pflichtenhefte "zu lesen", da sie schon sehr spezifisch sind und einen fachlich versierten Leser benötigen. Andererseits kann es für den Bewerber der Ausschreibungstop1 ein einen erheblichen Aufwand bedeuten, diese "Spezifikation" in dem Bewusstsein zu leisten, gar nicht beauftragt zu werden. Von daher kann es auch notwendig und sinnvoll sei, vor Vertragslegung noch einmal mit dem Kunden alle Anforderungen zu besprechen, da viele Auftraggeber nicht aus dem Anwendungsbreich kommen, in dem Sie das Projekt in Auftrag geben wollen. PMI sieht hier die signifikantesten Möglichkeiten, Risiken von vornherein auszuschaltenstop1. Es ist nicht sinnvoll dies nur einem Aquisitionsteam zu überlassen. Gerade die funktionalen Anforderungen sollten unter der Leitung des Projektleiters mit entsprechender fachlicher Begleitung abgehandelt werden. 

SCRUMBALLLeider gibt es in SCRUM keine so dezidierten Vorgaben für den „Vorlauf“ eines Projekts. Zumindest was das „SCRUM Manifest“ angeht. Verschiedene Autoren und SCRUM Trainer machen dazu Aussagen. Ein Autor nennt die Phase vor dem ersten Sprint „Sprint 0“. Grundsätzlich passiert da Ähnliches wie im klassischen Projektmanagement. Das Team wird festgelegt, ein initiierendes Product Back log und vorläufiger Release Plan werden erarbeitet. Man bestimmt, wie das „Sprint-System“ erarbeitet und installiert werden soll.

Ein rudimentäres Design wird entworfen. Für alle diese Arbeiten ist der Product Owner verantwortlich. Das Team kommt erst mit dem ersten „Anforderungsworkshop“ ins Spiel.

(Was sind agile Methoden? stop1 PmBok 5th, S.46)

Das Schnöseldorfer "Feuerwehrhaus Chaos Projekt"

(Parallelen zu Ereignissen oder Projekten in der Realität sind rein zufällig)

Als kleines Beispiel verwenden wir den Bau eines Feuerwehrhauses. Die Gemeinde Schnöseldorf hat beschlossen, ein Feuerwehrhaus zu bauen. Das kleine Dörfchen an der Träne in Schleswig Holstein will damit mehr Sicherheit für Reetdach gedeckte Häuser bieten. Dies ist ein strategisches Ziel, um die Zahl der vielen Droeseldorfer Feuerwehrhausabgebrannten Reetdächer in Zukunft um mindestens 50% zu reduzieren. Die operativen Ziele beinhalten den Übergabetermin und ein Budget von 98.000€. Mehr gibt die Gemeindekasse nicht her.

Um die Kosten niedrig zu halten, wird ein Teil der Arbeit in Eigenleistung erbracht, d.h. der Bürgermeister Herr Peter Petersen als ehemaliger Bauamtsleiter ist derBuergermeister Peter Petersen Sponsor, der aktuelle Bauamtsleiter Herr Heinrich Hinrichsen übernimmt die Projektleitung. Ehrenamtliche Bauhelfer wurden rekrutiert. Für verschiedene Spezialarbeiten wurden hiesige Handwerker auf Basis einer Ausschreibung beauftragt. Mit jedem Handwerker wurden die Anforderungen für sein Gewerk genauestens abgesprochen und schriftlich fixiert. Bei den Gewerken, die Herr Hinrichsen nicht beurteilen konnte, hat er sich einen weiteren Spezialisten hinzu geholt Projektleiter Heinrich Hinrichsenum auf Basis des Fachurteils (Pmbok 5th S. 71, 4.1.2.1) realistische Vereinbarungen zu treffen.

Es handelt sich also quasi um ein internes Projekt. Mit einigen externen Dienstleistern.

Peter Petersen und Heinrich Heinrichsen haben in einer feuchtfröhlichen Nacht im "Silbernen Handschuh" beschlossen dieses Projekt zu "wuppen". Schließlich hat man es hier mit zwei "Organisationstalenten" zu tun! Für das Umzugsprojekt des Rathauses vor zwei Jahren musste man zwar einen "Turnaroundmanager" engagieren... man hat aber daraus gelernt und will es diesmal besser machen. Und es soll das modernste und schönste Feuerwehrhaus in ganz Nordfriesland werden. Sogar die Husumer werden vor Neid erblassen.

Im Gemeinderat wird der Projektantrag sehr schnell durchgeboxt. Die Kalkulation von Herrn Petersen und Herrn Hinrichsen spricht für sich: Ein Schnäppchen! Einwände, dass die Feuerwehrhäuser der Nachbargemeinden gar nicht ausgelastet sind, werden schnell untergebuttert. Auch der Einwand, dass das strategische Ziel "50% Reduktion verbrannter Reet Dach Häuser" nie erreichbar sein wird, weil Reetdach dermaßen schnell brennt,daß auch ein Feuerwehrhaus in unmittelbarer Nähe keinen Effekt erbringen würde, wird heruntergespielt. Schließlich hat so ein Feuerwehrhaus auch einen positiven Einfluss auf die Döseldorfer Kultur. Jedes Jahr zwei Feuerwehrfeste und diverse Sportveranstaltungen. Das Feuerwehrhaus bietet sich auch als zentraler Treffpunkt mit Grillplatz für die Dorfgemeinschaft an. Petersen und Heinrichsen schwärmen derartig von dem neuen Prestigeobjekt, sodass das Objekt schnell den Namen "Neuschwanstein an der Träne" gepachtet hat. Und ab sofort geht es zur Sache.

"Das Projekt soll in Time und Budget bleiben", sagt Petersen. Der Praktikant Otto Wacker aus der IT-Abteilung des Rathauses ist CAPM und soll helfen, das Controlling gemäß PmBokOtto Guide zu organisieren. Er hat schon mal als Teilprojektleiter in zwei anderen Projekten mitgearbeitet. Darunter auch ein Bauprojekt. Alle dutzen ihn und nennen ihn schlichtweg Otto!

"Gut" sagt Otto,"dann bin ich sowas wie ein Projektmanagement Office (PMO)stop1. Ich unterstütze den Projektleiter mit Prozessen, Organisation von Meetings, Audits und Prüfungen sowie erfassten und aufbereiteten Daten stop1(Lenken und Managen der Projektarbeit), Erfahrungsdaten aus anderen Projekten" (Assets) (Prozessvermögen der Organisation, PmBok 5th S.27). "Außerdem kümmere ich mich um alles was in der Peripherie des Projekts wichtig ist und auch informativ dem Projektleiter zugearbeitet werden muss" (Faktoren der Unternehmensumwelt, PmBok 5th S.29).

Otto schlägt vor, erst einmal einen Phasenplan zu entwickeln. Da es sich hier nicht um ein Großprojekt wie z.B. die Elbphilharmonie oder der BER handelt, sollte der Klassiker, das 4-Phasen-Modell KONZEPTION - PLANUNG - AUSFÜHRUNG - ABSCHLUSS stop1ausreichend sein.

Zusammen mit dem Architekten entwirft man im Rahmen der Initiierungsprozessgruppe eine Konzeption, die die wichtigsten Elemente und Meilensteine aufweist. Der Architekt kann sogar ein sehr reales 3D Modell entwerfen, anhand dessen schon sehr genaue Aufwands- und Kostenkalkulationen möglich sind. In einem weiteren Schritt wird das Konzept noch mehr fokussiert:

  • Zielsetzung und Vorgehensweise
  • Bedarfsanalyse und Bestandsermittlung
  • Anforderungen an das Gebäude und die Nutzungsmöglichkeiten, Infrastruktur und Grundstückssituation
  • Gesetzliche Auflagen und technische Rahmenbedingungen
  • Gebäude- und Raumkonzept (Vorentwurfsskizzen, Modell…)
  • Ausführungskonzept der Baumaßnahme mit detaillierter Leistungsbeschreibung
  • Abwicklungskonzept mit Terminplan für die Planung und Realisierung
  • Mögliche Eigenleistungen
  • Verbindliche Kostenermittlung

Im Bebauungsplan ist der Baugrund als Bauland ausgewiesen. Die Vorplanung wurde abgeschlossen, der Baugrund besichtigt und eine Kostenschätzung vorgenommen. Da es sich um ein nicht kommerzielles Projekt handelt, macht ein Business Case (Investitionsfolgenabschätzung (nicht "Geschäftsfall"!) PmBok Guide S. 424 Initiierungsprozessgruppe) nicht soviel Sinn. Grundsätzlich geht es bei einem BC um eine betriebswirtschaftliche Berechnung, inwieweit der erwartete Gewinn die Investitionen rechtfertigt. Allerdings geht es hier auch um Nutzeneffekte, wie die Reduzierung der Schäden aufgrund von Bränden. Auch ein solcher Nutzen rechtfertigt Investitionen. PRINCE2 und auch PMI sehen für alle Projekte einen Business Case vor. Hinnak

Um sich allerdings eine Entscheidung über den Standort und die Bauweise des Feuerwehrhauses herbei zu führen, führte man eine Kosten-Nutzen-Analyse und eine Nutzwertanalyse durch. Man hat sich für das Grundstück direkt an der Träne entschieden, schon allein weil mehrere Löschzüge gleichzeitig mit Wasser betankt werden können.

Im Rahmen einer ersten Stakeholderanalysestop1 (PmBok 5th, S.395) ergaben sich keine positiven oder negativen Erkenntnisse, außer dass der Bauer Hinnak Kötelsen erhebliche Einwände gegen den Bau des Feuerwehrhauses hat. Wie sich aber herausstellte, ging es ihm primär um das Grundstück, das er für einen neuen Stall verwenden wollte, um dort Kängurus zu züchten. Nachdem die Milchpreise so in den Keller gingen, suchen viele Bauern nach neuen Einnahmequellen. Kängurufleisch hat sich als neuer Renner auf den hiesigen Speisekarten geoutet. Da er der Schwager von Peter Petersen ist, konnte man die Sache schnell regeln. Bauer Hinnak Kötelsen konnte aber mit einem anderen Grundstück zufrieden gestellt werden. Hinnak Kötelsen besitzt auch den hiesiegen Bauhandel.

Erste PM Elemente

Wir gehen in diesem Modul 1 davon aus, dass der Projektauftrag (PmBok S. 425; DIN 69901-5: 2009) an Herrn Hinrichsen vergeben wurde und ein (ehrenamtliches) Projektmanagementteam (PmBok 5th, S. 31) zur Verfügung steht: Frau Rieke Brodersen und Herr Hennes Hellmann.

Rieke BrodersenDer Projektstrukturplan wurde vom PM-Team erstellt und alle Arbeitspakete für das Produkt stop1als auch für das Projektmanagement stop1, liegen vor. Aus Gründen der Übersichtlichkeit bleiben im Beispiel mit den meisten Liefergegenständen auf der Makroebene.

Ein Projekt erzeugt man, in dem man der Datei einen Namen vergibt und speichert. Bevor Sie in MS-Project Daten eingeben, sollten Hennes HellmannSie die eine oder andere Voreinstellung vornehmen.

Geben Sie bitte in die Spalte Name einen Vorgang ein. Sollte es jetzt genauso aussehen wie im Bild 4a (Heftzwecke anstatt automatisch), dann sollten Sie etwas ändern. In „Datei - Optionen - Terminplanung – Planungsoptionen für dieses Projekt – Neu erstellte Vorgänge“ (Bild 4b)  stellen Sie die Auswahl bitte auf „Automatisch geplant“. Das sollte in den meisten Projekten der Standard sein. Durch die automatische Planung versetzen Sie MS-Project in die Lage, bei Veränderungen von Vorgängen diese Veränderungen dynamisch auf die Starttermine der Nachfolder zu übertragen. Das sollte auch so sein! Die „manuelle Planung“ sollte nur auf einzelne Vorgänge bezogen werden, die auf „keinen Fall“ verschoben werden dürfen, ohne des Projektleiters „go“! Diese Vorgänge können Sie dann aber händisch in dem Feld „Vorgangsmodus“ umswitchen.

4a

Bild 4a

4b

Bild 4b

Im Bild 4c sehen Sie die Einstellungen des Datumformats: Mit 28.01.16 12:33. In manchen Konstellationen ist es sehr hilfreich, wenn man im „Anfang und Ende"-Feld auch die Uhrzeit sehen kann.

MS-Project: Optionen - Allgemein: Datumsformat einstellen

Bild 4c

Das sollte erst einmal reichen. Weitere optionale Einstellungen lernen Sie im Laufe des Seminars kennen. In den Optionen gibt es sehr viele Einstellungen, die bei Veränderung MS-Project vollkommen anders reagieren lassen. Seien Sie daher vorsichtig mit optionalen Einstellungen.

Um ein Projekt mit Leben zu füllen, geben Sie in einer Ansicht mit Feldern der Vorgangsdatenbank die Vorgänge in das Feld „Vorgangsname“ ein (Bild 1). Die Vorgänge sollten normalerweise schon als Arbeitspakete im Projektstrukturplan vorhanden sein und werden entweder 1:1, n:1  oder 1:n (Bild 4d) in das Feld „Vorgangsname“ eingetragen. Am besten eignet sich in diesem Fall die Ansicht „Balkendiagramm:Gantt“. Sie können die Datei mit allen Liefergegenständen und Arbeitspaketen hier downloaden.

Bei der 1:n (Bild 4d) Methode macht es Sinn, die Arbeitspakete als „Sammelvorgänge“ darzustellen (Bild 5). Dies erreichen Sie, in dem Sie die n Vorgänge markieren und mit dem kleinen grünen Pfeil (1) nach rechts Unterstufen.

MS-Project: Unterstufen von Vorgängen

Bild 5

Versuchen Sie es bitte selbst mit der Download Datei „Feurwehrhaus1“. Nach dem „Tieferstufen“ sollte Ihr Projekt so aussehen wie Bild 6.

Tabelle von MS-Project: Untergestufte Vorgänge

Grafik6a

Bild 6

Ähnlich verhält es sich mit den Ressourcen. Da eignet sich am besten die Ansicht „Ressource:Tabelle“ (Bild 7). Hier geben Sie die Ressourcen namentlich ein. Geben Sie zu jeder Ressourcenart ein Kürzel ein (z.B Menschen = ME, Maschinen = MA, Betriebsräume = BR). Für die Punkte 5-9 beziehen sich Standardsätze auf Mietpreise oder Abschreibungen pro Stunde. In einem weiteren Modul lernen Sie, wie man farbliche Gruppierungen in Form von Clustern vornehmen kann. Dazu benötigen Sie die Kürzel.

MS-Project: Ressource:Tabelle: Eintrag von Ressourcen

Bild 7

ReneeMuetze

Trainer Renee Ossowski: Viele Features werden hier im ersten Modul nur rudimentär behandelt. In späteren Modulen gehen wir dann mehr in die Tiefe. Dies gilt nicht nur für die Features in MS-Project, sondern auch für die Methoden des PmBoks und SCRUM. Es ist mir wichtig, dass Sie erst mal einen Überblick erhalten und einfache Eingaben erzeugen können. 
 

Die beiden Datenbanken verknüpfen: Ressourcen zuordnen

Downloaden Sie Feuerwehrhaus2.mpp. Öffnen Sie die Datei. Da Sie nun über Ressourcen und Vorgänge verfügen, können Sie die Ressourcenzuordnung vornehmen. Auch hier gehen wir erst einmal ganz rudimentär vor. Im ersten Schritt teilen Sie bitte den Bildschirm (Bild 8 + 9). Unten rechts in der Ecke (roter Kreis) finden Sie einen kleinen Balken. Da Doppelklicken Sie bitte solange, bis sich der Bildschirm teilt. Falls Sie den Doppelklick beherrschen, sollte es beim ersten Mal klappen! ;-)

MS-Project: Kleiner Balken in der rechten Bildschirmecke, der dazu dient, durch einen Doppelklick den Bildschirm zu teilen.

Bild 8

Falls nicht, müssen Sie den „Doppelklick“ üben. Seien Sie aber vorsichtig, dass Ihnen am Zeigefinger keine Muskeln wachsen! Das macht keine schlanke Hand!

Jetzt klicken Sie mit der rechten Maustaste in den grauen Bereich der unteren Maske und erhalten das Kontextmenü (Bild 9). Im Kontextmenü wählen Sie unterhalb "Zeitplan" die Maske „Arbeit“ aus.

MS-Project: Bildschirmteilung anzeigen

Bild 9

Renee Ossowski mit Mütze als Trainer der einen Kommentar abgibt.

Trainer Renee Ossowski: Jetzt macht es eigentlich noch keinen Sinn, Ressourcen zuzuordnen. Können Sie sich denken warum? Schauen Sie sich mal die kleinen blauen Vorgänge im Gantt Chart an. Vielleicht haben Sie jetzt einen Gedankenblitz! Antwort

Außer, Sie verwenden erst einmal „generische Ressourcen“. Elektriker, Programmierer oder Maurer sind generische Ressourcen. 

Um es also ein wenig realistischer zu gestalten, geben wir einfach mal ein paar Dauern ein, markieren jeweils einige Vorgänge und betätigen das kleine Kettensymbol (Bild 10).


10

Bild 10

Die Vorgänge 3-7 sollten jetzt sequientiell verknüpft worden sein. Allerdings steckt im zeitlichen Ablauf ein Fehler. Die Baubehörde kann erst in Aktion treten, wenn die Vorgänge 3, 5 und 6 abgeschlossen sind. Den Fehler korrigieren wir später. Den Fehler kann man nur bereinigen, wenn man die Vorgänge einzeln verknüpft.

Wir wollen jetzt einige Ressourcen hinzufügen. Ihr Bildschirm sollte immer noch geteilt sein. Im Kontext Menü der unteren Maske haben Sie die Maske "Arbeit" ausgewählt. Markieren Sie den Vorgang 3 und klicken Sie in den weißen Bereich unterhalb von "Ressourcenname" innerhalb der Maske "Arbeit" und wählen Sie nacheinander für die jeweiligen Vorgänge die Ressourcen aus (Bild 11). Also: Vorgang markieren, Ressource auswählen, OK. Bevor Sie auf OK klicken: Sie müssen erst für den jeweiligen Vorgang alle notwendigen Ressourcen zuweisen. Im Beispiel sind es zwei Ressourcen (Hinweis).

MS-Project: Ressourcen zuordnen in der Maske Arbeit.

Bild 11

Bild: SCRUM Rugby BallExkurs: Erstellen einer Tabelle. In diesem Fall erstellen einer Tabelle für ein SCRUM Projekt.

Grundsätzlich hält MS-Project eine ganze Menge unterschiedlicher Tabellen vor. Aber des öfteren kommt es vor, dass benutzerdefinierte Felder erstellt werden oder auch nur andere Konstellationen vorhandener Felder in einer Tabelle benötigt werden. Besonders in SCRUM Projekten ist dies der Fall. Von daher wollen wir in diesem kleinen Exkurs eine SCRUM Tabelle erstellen. Andere Tabellen lassen sich analog zu diesem Beispiel erstellen.

Gehen Sie in Ihrer geöffneten Datei "Feurwehrhaus2" auf "Ansicht - Tabellen - Weitere Tabellen" (Bild 12).

In der Maske "Weitere Tabellen" markieren Sie bitte die Tabelle "Eingabe" (Bild 13). Kopieren Sie die Tabelle "Eingabe" und benennen Sie sie um in "SCRUM" (Bild 13/14).

MS-Project: Weitere Tabellen auswählen

Bild 12

MS-Project: In der Maske "Weitere Tabellen" die Tabelle Eingabe kopieren und in SCRUM Tabelle umbenennen.

Bild 13

In dieser kopierten Tabelle nehmen wir einige Erweiterungen vor. Man könnte auch Felder löschen, wie Sie an den Schaltern erkennen können, wir wollen jedoch nur Felder hinzufügen. Setzen Sie den Curser einfach auf das Feld "Anfang" und klicke Sie "Leerzeile". In der Leerzeile können Sie wieder den Datensatz öffenen und jetzt z.B. als erstes ein Textfeld auswählen. Sie können auch mit Text 1 beginnen, bei mir war das Feld nur nicht frei. In der Spalte "Titel" geben Sie den Namen ein, in dem Fall "Status". Analog dazu verfahren Sie mit den nächsten 5 Feldern (Bild 14)

MS-Project: In der Maske "Tabellen Definition" die benötigten Felder einfügen.

Bild 14

Bild: SCRUM Rugby BallNeue Ansicht mit der erzeugten Tabelle erstellen

Sie haben weiter oben gelernt, wie man einen Filter in eine Ansicht einsetzt. Ähnlich setzen wir jetzt diese Tabelle in eine Ansicht ein. Rufen Sie das Kontextmenü am linken Bildschirmrand mit den Ansichten auf. Wählen Sie "Weitere Ansichten". In der Maske "Weitere Ansichten" wählen Sie bitte "Gannt-Diagramm-Kopieren". Benennen Sie die kopierte Ansicht in "SCRUM" um und wählen Sie die Tabelle SCRUM aus.

MS-Project: SCRUM Ansicht erstellen

Bild 15

Da das Häckchen in der Option "Im Menü anzeigen" verbleibt, können Sie diese Ansicht jederzeit mit dem Kontextmenü "Ansichten" am linken Bildschirmrand aufrufen. Das Ergebnis sollte dann aussehen wie in Bild 16. Für unser "Schnöseldorfer Feuerwehrhaus" macht diese Tabell nicht ganz so viel Sinn. Aber ich habe schon SCRUM Sprints gesehen, da wurden die Story Points 1:1 mit den Aufwänden gemacht. Auch die Kundenpräsenz spielt in viellen Projekten eine große Rolle, ist aber meist vom Auftragnehmer nicht so erwünscht. PMI empfiehlt jedoch eine intensive Kundenbeteiligung.

MS_Project_PNG_25

Bild 16

 

Fortsetzung folgt

Aber hier noch etwas für Fortgeschrittene: Die "1-Klick-Methode"

Durch die "1-Klick-Methode" kommen Sie mit einem Klick an die von Ihnen benötigten Informationen, z.B. die Vorgänge externer Dienstleister, Vorgänge mit einem Fertigstellungsgrad von bspw. 50% oder Vorgänge, die bestimmetn Qualitätsmetriken unterliegen.

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