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Gute Führungspersönlichkeiten sucht das Unternehmen – oder warum es mit guten Firmenchefs manchmal wie mit einem Aktienportfolio ist?

von Alexander Gutendorf.

 

Beide wollen besser sein als der Markt.

Es muss Anspruch eines jeden Firmenchefs sein, sich in regelmäßigen Abständen zu hinterfragen, ob und wie die eigene Unternehmensstrategie zum Erfolg beigetragen hat. In größeren Firmenkonstellationen wird diese in Gremien erarbeitet und beschlossen. Hingegen ist sie bei kleinen und Kleinstunternehmen Ergebnis des ICHs des Chefs. Und genau diese kleinen Organisationseinheiten hängen stark von den subjektiven Wahrnehmungen des Chefs ab. Dieser agiert natürlich im guten Glauben und Willen, das Beste für die eigene Firma herausholen zu wollen – auch perspektivisch.

Antizipierende Unternehmensführung – ohne den Blick in den Rückspiegel?

Nur wie gut sind dann diese Chefs, sich selbst zu reflektieren? Vom Grundsatz her können sie die eigene Performance gar nicht objektiv messen. Und welche, der vor allem intuitiven Eingangsgrößen sind derart (quantitativ oder qualitativ) verankert worden, dass ein Vergleich überhaupt möglich wird? Diese Eingangsgrößen sind vermutlich eher Bestandteil einer sogenannten „hidden agenda“. Was nach „vorn“ heraus gezeigt wird, sind die immer wieder selben Bilder mit Zahlen, Wachstum und allzeit bekannten Buzz Words. Es wird also schwierig, der Intuition auf die Schliche zu kommen. Und es wird schwierig, deren Vermögen für zukünftiges Agieren – quasi eine antizipierende Unternehmensführung -  heranzuziehen, denn wie bei den Aktien ist nur der Blick zurück belastbar gegeben.

Der digitale Leader

Also müssen wir lernen, das Individuelle, was sonst dem fachlich versierten Einzelgänger gern als Manko angehängt wird, als Stärke einer Führungskraft zu verstehen. Mehr noch. Wir müssen es an das schon von Andrew S. Chef digitalGrove formulierte „only the paranoid survives“ anlehnen und den Mut, das Risiko und die bewusste Einäugigkeit von Führungskräften als deren Alleinstellungsmerkmal begrüßen.

Wir wollen doch ständig Althergebrachtes hinter uns lassen? Geht es immer um Wandel und um Veränderung? Vermeintlich mit der einzigen Ausrichtung nach „vorn“. Dann brauchen wir Chefs, die mit den klassischen Methoden brechen. Vermutlich sind es Chefs, die eine Ahnung von Vorwärtsbewegungen haben, sie aber nicht erklären können und wollen. Vielmehr setzen sie auf ihre Intuition und, darüber hinaus, auf das Vertrauen ihrer Mitstreiter.

Das werden keine Führungspersönlichkeiten sein, die ihr Aktienportfolios nach einem Index ausrichten. Mutige Führungspersönlichkeiten braucht das Land – gern auch etwas verschwiegen.

Nachtrag vom Autor: Die beschriebene Rolle der Führungsperson hinterlässt wohlmöglich den Eindruck, dass sie in einer klassisch und somit hierarchisch verankerten Organisation agiert. Dem ist aber nicht so. Gerade in der viel propagierten Digitalisierung sehen wir von der SONOXO Akademie den eher projektbezogen agierenden Digital Transformation Manager, der gleichfalls durch intrinsische Managerqualitäten Teams führt - und dafür eben dieses eingeforderte gehörige Maß an Mut zum Anderssein mitbringt.

 

Hier schreibt: Alexander Gutendorf, Geschäftsführender Gesellschfter der SONOXO GmbH und SONOXO Akademie GmbH.

 

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Die SONOXO Akademie GmbH Salzburg und die SONOXO GmbH Berlin sind Schwesterfirmen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, durch Erfahrungen aus der Praxis sowie Entwicklungen von Curricula, sich gegenseitig zu befruchten. Kein klassisches Trainingsunternehmen zu sein - diese Philosophie kommt unseren Teilnehmern sehr zu Gute.

 

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