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PmBok Guide 6th und agiles Projektmanagement (Teil 1)

Das PMI hat ein Konzept entwickelt, dass agiles Projektmanagement aus seinem „Framework Dasein“ erlöst! Alle agilen Ansätze erheben nicht den Anspruch, eine Methode oder einen beschriebenerPMP Orte Prozess darzustellen. Agile Methoden geben einen Rahmen vor, in dem man sich quasi frei bewegen kann. Dazu gibt es einige Regeln, z.B. ein neues Mindset sowie neue Rollen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie wollen einem Menschen mit null mathematischen Kenntnissen, unmittelbar die Wahrscheinlichkeitsrechnung vermitteln. Da fehlt jedes Fundament und Kontextwissen um hier erfolgreich zu sein. Ähnlich verhält es sich mit den agilen Frameworks ohne signifikantem Projektmanagementwissen.

PMI erweitert nun die agilen Vorgehensweisen um extrem adäquate Methoden und Werkzeuge, die auch in agilen Frameworks sehr viel Sinn machen. Besonders signifikant sind die erwähnten Werkzeuge und Methoden in Hybrid Projekten.

PMI verfolgt eine Strategie, die im Kontext des agilen Projektmanagements eine robuste Ausbildung im Projektmanagement bietet, die den Projektleiter rundum PM Kompetenzen vermittelt und international gültig ist. Dieses Ziel erreicht der Teilnehmer in zwei Schritten:

  1. Schritt: Erreichen der PMP Zertifizierung. Die PMP Zertifizierung geht weit über die klassischen Themen des Projektmanagements hinaus. Teamentwicklung, Kommunikationsmodelle, Konfliktmanagement, Qualitätsmanagement, Konfigurationsmanagement, Werkzeuge der Datenerfassung, Business Case, Investitionsrechnung, agiles Projektmanagement bezogen auf jedes der 13 Wissensgebiete, und und und….! Der PmBok Guide 6th bildet die Grundlage.

Die agilen Anteile des PmBok Guide 6th, stellen zu jedem Wissensgebiet  einen Überblick der Möglichkeiten des agilen Projektmanagements zu jedem Wissensgebiet dar.

(Eine sehr ausführliche Beschreibung aller Wissensgebiete finden Sie hier: http://sonoxo-akademie.com/seminare/vorbereitung-pmp-zertifizierung/plan/1-vorbereitung-pmp-zertifizierung/1 . Allerdings fehlt an diese Stelle noch die Beschreibung der agilen Inhalte, die aber im Rahmen diese Artikelserie beschrieben werden)

  1. Schritt: Der Agile Practice Guide ist der auf den PmBok Guide 6th aufbauende zweite Schritt. PMI und Agile Alliance gemeinsam, haben dieses Framework basierend auf dem PmBok Guide 6th entwickelt. Mit Erreichung dieser zweiten Zertifizierung sind Sie für alle Projektmanagementansätze hervorragend qualifiziert.

Die folgenden Artikel sollen im ersten Schritt die agilen Ansätze des PmBok Guide 6th beschreiben und anschließend  den Agile Practice Guide zusammenfassend beschreiben.

Agile und nicht agile Lebenszyklen im PmBok Guide 6th

Auf Seite 19 den PmBok Guides finden Sie die Beschreibung der denkbaren Lebenszyklen. PMI unterscheidet hier prognostizierte, iterative, inkrementelle, adaptive und hybride Lebenszyklen. Eine genaue Kenntnis des im Anwendungsbereich genutzten Lebenszyklus halte ich für sehr wichtig. Allein die Unterscheidung von Produktprozessen und Projektmanagementprozessen und deren interdependenten Schnittstellen, stellen eine wichtige Kompetenz dar. Um Tätigkeiten des Produkt- und Projektmanagements im Lebenszyklus optimal zu planen und umzusetzen, Interaktionen optimal zu identifizieren, bietet der PmBok Guide das Wissensgebiet „Integrationsmanagement“ an. Dieses Wissensgebiet besteht aus sieben Prozessen. Bspw. das Entwickeln eines Projektauftrags oder der Prozess des Änderungsmanagements werden hier beschrieben. Für sehr zeitgemäß empfinde ich den neuen Prozess „Projektwissen managen“. Wissen ist der Sprit der Zukunft, das gilt für jede Art Lebenszyklus.Inkrementelles Kunstobjekt

Adaptive Lebenszyklen

Adaptive Lebenszyklen lassen sich inkrementell als auch iterativ, sowie gemischt abarbeiten. Kennen Sie den Unterschied zwischen iterativ und inkrementell? Die Begriffe werden häufig synonym genutzt. Leider ist das nicht korrekt.

Stellen Sie sich einen Maler vor, der ein Ölbild über mehrere Schichten erzeugt. Erst mit der letzten Schicht wird das Bild eindeutig erkennbar. Der Maler hat das Bild iterativ erzeugt.

Stellen Sie sich vor, der Maler erstellt das Bild wie ein Puzzle, aus 9 Teilen und setzt das Bild erst später aus den neun Teilen zusammen. Mit jedem Teil hat er ein Inkrement erzeugt.

Jedes Inkrement soll also eine funktionale Einheit erzeugen. Bei dem Bild des Malers durchaus denkbar, dass jedes Element für sich eine Aussage ausdrücken kann. Ob dies in jedem Anwendungsbereich möglich ist, kann ich nicht beurteilen.

Lesen Sie Teil 2: Anwendung der Prozessgruppen in adaptiven (agilen, iterativen, inkrementellen) Entwicklungslebenszyklen.

 

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Hier schreibt Renee Ossowski, PMP

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