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Der kleine Eustress im Kopf vom Dipl. Kaufmann Heinrich Schmiedeeisen (9. Teil)

Es findet eine Abgrenzung zwischen Business Intelligence und Big Data statt.

Lesen Sie auch Teil 8

Schwerpunkte in diesem Artikel:

  • Business Intelligence
  • Big Data

Teil 9

Trumpi schaut überrascht zu Tabea Hufhammer: „Und wer sind bitte Sie?“

„Ich vertrete die Projektleiter aus unserem Unternehmen. Business Intelligence (BI) ist auch durchaus interessant für uns Projektleiter. Schließlich unterliegt jedes Projekt einem Business Case und gestaltet sich i.d.R. hoch integrativ und interdisziplinär. Gebündelte auf einander bezogene Informationen sind auch für Projektleiter hoch interessant. Gerade wenn es um Entscheidungen im Rahmen der Steuerungsmaßnahmen geht. Sogar im PmBok Guide des PMI finden Sie Elemente aus der Informationslehre. Genau genommen betrieben Projektleiter schon BI, da gab es den Begriff BI noch gar nicht, oder antizipierende Überwachung. Da war Big Data aufgrund fehlender Speichermöglichkeiten noch „Big Data impossible“. Und was den Overhead angeht: Natürlich kann man jede Art von Informationsangebot als „Information Overload“ erzeugen. Aber genau das soll BI unter anderem verhindern.“

„Ok, ok, ok!", kontert Trumpi mit schmerzverzehrten Gesicht. „Was ist denn nun wieder Big Data?“

„Als Visionär enttäuscht er mich ja sehr“ flüstert Schmiedeeisen zu Hufhammer.

Der CIO meldet sich:

„Big Data ist zurzeit für uns noch kein Thema, allerdings auch dringlich anzugehen. Die Themen BI und Big Data liegen zwar eng beieinander, zurzeit gilt es aber erst mal BI auf den Weg zu bringen. Big Data sammelt Daten von überall her, wie riesige „Heuhaufen“, vollkommen ungeordnet und unstrukturiert. Da geht es im Anschluss darum, einzelne Interdependenzen zwischen den Strohalmen zu erkennen und diese zu geordneten „Heuballen“ zu generieren. Hier wird es später sinnvoll sein, eher mit agilen Vorgehensweisen eine Strategie zu implementieren.

In den USA hat man z.B. anhand von Twitter-Kommentaren oder -Daten den zentralen Ausgangspunkt eine Grippewelle eruieren können und auf dieser Basis Maßnahmen ergriffen, um diese Grippewelle einzudämmen. Oder nehmen Sie Google, Facebook oder Amazon. Kaum interessieren Sie sich für irgendein Produkt, z.B. ein Buch, dann bekommen Sie unmittelbar den Hinweis, dass viele Käufer, die dieses Buch gekauft haben, auch ein spezielles weiteres Buch gekauft haben. Woher weiß Amazon dies? Nun Amazon hat die richtigen Strohalme zusammengefügt.  Für uns kann gerade der produktionelle Bereich an dieser Methode partizipieren. Die Arbeitswelt 4.0 im Kontext von Sensorik und Maschineninteraktionen macht sich Big Data Systeme zu nutze. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Erst mal muss es um BI gehen. Bei BI geht es primär um Daten, die im Unternehmen vorhanden sind. Es geht um eine usergerechte, integrative Darstellung von Informationen, aus der sich „Wissen“ generieren lässt und Entscheidungen getroffen werden können. Da können gleich am Anfang schon eine Menge Fehler gemacht werden. Nicht jeder User benötigt die gleichen Informationskategorien. Sinnvoll wäre es, hier erst einmal ein BI-Projekt zu generieren, das genau beschriebene Prozesse enthält, um BI Anwendungen sinnvoll und usergerecht zur Verfügung zu stellen. Dieses Projekt muss seinen Schwerpunkt darin sehen, die „richtigen Fragen“ zu stellen. Eine genaue Analyse der Anforderungen in den unterschiedlichen Abteilungen unseres Unternehmens muss den Kern dieses Projekt bilden. Standard BI-Anwendungen bringen i.d.R. nicht den erwartenden Return on Investment.

Vorhin, auf dem Flur habe ich gehört, dass unser CFO und die Frau Hufhammer eine PMP Zertifizierung planen. Soviel ich weiß, bietet die PMP Zertifizierung von PMI eine sehr stringente, prozessorientierte Vorgehensweise an. Genau das, was wir brauchen. Und ob das nun Zufall ist oder nicht, unser CFO und Frau Hufhammer wären genau das richtige „Projektleiterteam“ für dieses strategisch wichtige Projekt. Der CFO als Statistiker und Mathematiker und Frau Hufhammer als Integrationsprofi und interdisziplinärer Allrounder.“

„Ich wusste gar nicht, dass Sie eine „eierlegende Wollmilchsau“ sind“ raunt Schmiedeeisen leise Hufhammer zu. „Und ich nicht, dass Sie nur Ihre linke Gehirnhälfte beim Denken einsetzen“ kontert Tabea Hufhammer mitleidig lächelnd. Man versteht sich.

„Ok CFO, wären Sie denn bereit mit der Frau Hufhammer diese PMP-Zertifizierung anzugehen und gemeinsam danach die Projektleitung zu übernehmen. Als CFO haben Sie ja noch ein paar andere Aufgaben zu erledigen“, tastet sich der CEO an das Commitment des CFO heran.

„Reizt mich schon lange, Projektmanagement in unserem Unternehmen mal in einer höheren Reifegradstufe zu positionieren. Das Ganze dann gleich mit einem so interessanten Projekt umzusetzen, das macht die ganze Sache noch spannender.“

„Gut, gibt es Einwände gegen diese Vorgehensweise? Dann bitte ich Sie CHRO die Kollegen für ein PMP-Seminar anzumelden. Danach übernehmen Sie CFO zusätzlich die Rolle als Sponsor in dem Projekt. In dem Fall können wir die Doppelbesetzung wohl mal wagen. CMO und CIO, Sie holen bis zum Projektstart schon mal weiter Informationen zu BI ein. Außerdem verfassen Sie bitte einen Projektantrag, in dem ein konzeptioneller Kostenrahmen vorgegeben wird. Der CFO kann den dann prüfen und nach eigenem Ermessen genehmigen.“

Trumpi und Dr. Apologetis verlassen etwas frustriert den Raum.

 

Fortsetzung folgt: 10. Teil

Wird das Business Intelligence Projekt ein Erfolg?
Absolvieren Frau Hufhammer und Herr Schmiedeeisen gemeinsam die PMP Prüfung?
Packt Heinrich Schmiedeeisen im Rahmen der PMP Zertifizierung die „1 Billionen Synapsen Produktion“ unter zur Hilfenahme von Volition und einer „lebenslangen Lernstrategie“?
Erzeugt  Heinrich Schmiedeeisens Gehirn ausreichend intrinsische Motivatoren, um eine Gewichtäquivalenz zu Tabea Hufhammer zu erreichen!
Kommt es zur Verschmelzung beider Gehirne im Rahmen einer gemeinsamen Lebensplanung?
Diese und weiter Fragen werden in den nächsten Folgen geklärt.
 

Renee Ossowski, PMP

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