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Der kleine Eustress im Kopf vom Dipl. Kaufmann Heinrich Schmiedeeisen (6. Teil)

Lesen Sie auch Teil 4 und Teil 5 um den Kontext zu erhalten. In den Folgen 1-3 kommen die Rollen von Herrn Heinrich Schmiedeeisen und Frau Tabea Hufhammer noch nicht vor. Auch das Thema "Projektmanagement" kommt erst ab Folge 4 langsam hinzu.

Folgende Themen werden gestreift:

  • Projektüberwachung
  • Funktionen der linken und rechten Gehirnhälfte
  • Menemo Technik
  • SCRUM
  • PMP-Zertifizierung

Heinrich Schmiedeeisen -hier und da als Projekt Controller eingesetzt, der häufig den Projektleitern im Rahmen des PMO zuarbeitet- ist davon beeindruckt, dass man jetzt Projektcontrolling scheinbar nur mit Formeln, und vermutlich mit daraus resultierenden Kennzahlen betreiben kann. Diese „aus dem Bauch Prognosen“, stoßen ihm schon seit längere Zeit sauer auf. Auch dieses „Schönreden“ der aktuellen Projektergebnisse nervt ihn.

Da gilt doch die alte Projektleiterweisheit: „Größere Projekte bestehen aus zwei Phasen: In der ersten Phase weiß man nicht Genaues. In der zweiten Phase ist der „Point of Return“ Geschichte.“

Am Ende der Projekte zeigt sich dann immer: Nur Sprechblasen, Wunschdenken und Amateur-Prophetie. Stuttgart 21 und BER sind Paradebeispiele dafür. Es wäre schon schön, mal ein Werkzeug an die Hand zu bekommen, das Prognosen liefert, die sich am Ende einigermaßen erfüllen. Auch ist es interessant für Schmiedeeisen, dass sich diese Tabea Hufhammer für diese Themen interessiert. So hat er die Dame bisher gar nicht eingeschätzt.

KEUDer kleine Eustress befindet sich wieder im Hirn von Heinrich Schmiedeeisen. Irgendwie scheint in der rechten Gehirnhälfte etwas Leben in die Bude zu kommen. Zumindest bewegt sich der Schaukelstuhl etwas hin und her. Gerade die rechte Gehirnhälfte lag bei Heinrich Schmiedeeisen immer ziemlich brach. Hin und wieder mal ein laues Lüftchen, das war‘s. Dabei könnte da ein Windsturm der Stärke 10 vorherrschen.

In der rechten Gehirnhälfte verarbeiten die meisten Menschen Bilder, Gefühle, Emotionen, Sympathie, Antisympathie etc. In der linken Hälfte dagegen -in dem Fall, Schmiedeeisens Powerseite- werden Zahlen, Formeln und Vokabeln verarbeitet, also eher Abstraktes. Leider war es nie Schmiedeeisens Stärke, die Informationen der linken Hirnhälfte mit Elemente der rechten Hirnhälfte zu verbinden. In der Fachsprache nennt man das „einen Anker zu werfen“. Abstrakte Informationen werden mit Bilder, Gerüchen oder Emotionen verbunden. Sogar Farben lassen sich mit abstrakten Informationen verankern.

Der kleine Eustress hat schon sehr früh angefangen, jede Zahl mit einem Tier zu assoziieren. So ist die Eins ein Huhn, die Zwei eine Katze, die Drei ein Hund usw. Die Dreizehn ist ein Huhn im Maul eines Hundes, die Einunddreißig ein Hund, auf dessen Rücken ein Huhn sitzt usw. Am Anfang war es sehr schwer sich diese Bild-Zahlenkombinationen zu merken, schwerer als die Zahlen selbst. Aber nach 3-4 Wochen regelmäßigen Übens, konnte der kleine Eustress Zahlenkollonnen bis zu 20 Zahlen in Bildern genauso schnell aufsagen, wie die Zahlen selbst. Und noch ein paar Wochen später konnte er anstatt Zahlen die assoziierten Bilder in Formeln verwenden und ebenfalls das Ergebnis in Bildern auswerfen. Diese Technik hat er im Internet unter dem Fachbegriff „Mnemo-Technik“ gefunden. Da gibt es noch eine Fülle mehr an „Merk-Techniken“.

Heinrich Schmiedeeisen hat seinen Schreibtisch wieder erreicht. Als erstes googlet er „Formeln & Earned Value Management“. Er findet auch sehr viele Berichte zu dem Thema. Auch Kritik. Allerdings wird er später lernen, dass diese Kritik vollkommen unberechtigt ist. Am häufigsten wird erwähnt, dass EVM unwirksam wird, wenn ein Projekt mit vielen Änderungen fortgeschritten ist. Schmiedeeisen wird lernen, dass MS-Project in wenigen Sekunden in der Lage ist, zu jeder Zeit eine Zäsur vorzunehmen und auf Basis neuer Daten das EVM fortgesetzt werden kann. Außerdem ist es nicht immer notwendig einen Basisplan vom Anfang bis zum Ende eines Projekts zu gestalten und aus der Sicht des EVMs ganzheitlich zu nutzen. Auch sogenannte Sprints aus SCRUM lassen sich mit EVM überwachen und sehr gute Prognosen ableiten.

Die Thematik scheint aber sehr komplex zu sein. „Da werde ich einige Nächte und Wochenenden opfern müssen!“ denkt sich Heinrich. Eines scheint er jedoch sofort zu durchschauen: Es wird nichts bringen, wenn er sich nur allein damit befasst. Hauptsächlich die Projektleiter und teilweise die Ressourcen müssen sich auch an einem Rollout beteiligen. Am besten scheint ein Rollout zu gelingen, wenn er Bottom up abläuft, aber mit dem Segen des Upper Managements. Außerdem müssen viel Stakeholder im Unternehmen überzeugt werden, sich für diesen Rollout zu engagieren. Und das geht leider nicht mit „Befehl und Gehorsam“. Hier muss Überzeugungsarbeit geleistet werden. Aus extrinsischen Motiven müssen intrinsische Motive werden. Und ganz besonders die Apologeten müssen in den Fokus genommen werden.

Was aber auch interessant ist: Das Department of Defence USA (Verteidigungsministerieum) feiert bei seinen Rüstungsprojekten schon seit Jahren erheblich Erfolge bei der Steuerung der Projekte und realisierte erheblich Zeit- und Kostenvorteile.

Auf der Website von der Sonoxo Akademie liest er, dass die Teilnehmer im PMP Seminar einen tiefen Einblick in die Materie des Earned Value Managements bekommen. Für einen Rollout im Unternehmen, wird aber noch mehr Training oder Beratung notwendig sein. Insbesondere, wenn MS-Project und MS-Project Server mit eigesetzt werden sollen.

Heinrich Schmiedeeisen denkt wieder an Tabea Hufhammer. „Eigentlich eine ganz passable Frau. Hat auch einen sehr guten Ruf als Projektleitern, alles „mit ruhiger Hand“ zu managen. Das mit dem gemeinsamen Seminar sollte ich mir überlegen“, sinniert Heinrich. Er schaut mal in Google unter “PMP Training“ nach. Tatsächlich findet er „SONOXO-Akademie.com“ gleich auf der ersten Seite bei Google. Im Menü unter „PMP Zertifizierung“ findet er die Möglichkeit eine sehr ausführliche Inhaltsangabe als pdf herunter zu laden.

„Mann o Mann“, denkt er bei sich, „Dreizehn Wissensgebiete muss er erlernen. Der PmBok Guide als Grundlage des Seminars enthält fast 500 Seiten. Dazu kommt noch Umgebungsliteratur von etwa 1500 Seiten. Zwei der Wissensgebiete lauten Personal- und Kommunikationsmanagement." Das sind Themen, die sich Schmiedeeisen bisher nicht angetan hat. Motivation, Sender-Empfänger-Prinzip, Empathie, laterales Führen, X -und Y-Menschenbild...alles Themen mit Migräne Potenzial!

Er denkt wieder an Tabea Hufhammer. „Das hat sie bestimmt schon alles drauf. Da kann man sich ja ergänzen. Geben und Nehmen, so heißt es doch schon in der Bibel. Ach nein, nur Geben. Sei‘s drum, dann eben Ergänzen.“

Der kleine Eustress bemerkt jetzt doch ein stetiges Lüftchen auf der rechten Gehirnseite von Heinrich Schmiedeeisen, da scheint sich eine gewisse Tabea Hufhammer ein wenig einzunisten. Es existieren erste Synapsen, die diese Informationen weiterleiten. 

  

Wie geht es weiter?

Lesen Sie in der 7. Folge:

Landen die Hufhammer-Nervenzellen in Heinrich Schmiedeeisens Hirn auf dem Synapsen Friedhof?
Absolvieren Frau Hufhammer und Herr Schmiedeeisen gemeinsam die PMP Prüfung?
Packt Heinrich Schmiedeeisen im Rahmen der PMP Zertifizierung die „1 Billionen Synapsen Produktion“ unter zur Hilfenahme von Volition und einer „lebenslangen Lernstrategie“?
Erzeugt  Heinrich Schmiedeeisens Gehirn ausreichend intrinsische Motivatoren, um eine Gewichtäquivalenz zu Tabea Hufhammer zu erreichen!
Kommt es zur Verschmelzung beider Gehirne im Rahmen einer gemeinsamen Lebensplanung?
Diese und weiter Fragen werden in den nächsten Folgen geklärt.

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