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Der kleine Eustress fliegt in die USA (2. Teil)

Bevor Sie diese Story lesen, sollten Sie die vorhergehende Story gelesen haben: Es war einmal ein kleiner Eustress…

Seit einiger Zeit arbeitet der kleine Eustress mit dem Trainer Renee Ossowski zusammen. Sie haben jetzt gemeinsam etliche PMP Zertifizierungs-, MS-Project-, Führungs- und Earned Value Seminare erfolgreich gemeistert. Allerdings musste der kleine Eustress dem Trainer Renee Ossowski vorher einige didaktische und methodische Zähne ziehen. Z.B. orientierte sich der Trainer immer an Jürgen Klopp, als der noch in Dortmund war. Die Deutschen nennen ihn ja zärtlich „Kloppo“.

„Empathie, Authentizität und Motivation“ von Kloppo wären vorbildlich, meinte der Trainer Renee Ossowski. Als Kloppo einmal dem Schiedsrichter mit schmerzverzerrter Fratze und geballten Fäusten zubrüllte „Du Fußballlegastheniker, kannst ja nicht einmal zwischen rot und gelb unterscheiden“, war er ganz begeistert. Der Kloppo soll ja als Junge schon sehr sensibel gewesen sein. Als ein blondes Mädchen in der Klasse ihm eine lange Nase zeigte, rief er wütend: „Komm Du nur raus Du...dann gibt’s Kloppe!“ 

Der Trainer Renee Ossowski ließ sich aber nicht beirren, er probierte die Taktik Kloppos im Seminar an einem Teilnehmer aus, der sich als unangenehmer Oberlehrer aufspielte.

Danach wollten alle nach Hause!

Zum Glück konnte der kleine Eustress dem Trainer noch etwas zuflüstern, so dass der Trainer sich entschuldigte und deutlich machte, dass es sich nur um einen kakophonischen Test handelte. Ab sofort ginge es „voll euphonisch“ weiter, erklärte der Trainer „dann erkennen Sie auch gleich die gewaltigen motivationalen Unterschiede zwischen Kakophonie und Euphonie, mein Trainer Ehrenwort.“ Die Teilnehmer blieben, aber den rheinischen Sauerbraten in der Mittagspause wollte keiner so richtig genießen. Umso mehr blieb für den Trainer über.

POAuch beim Thema Motivation musste der kleine Eustress intervenieren. Der Trainer Renee Ossowski hatte bei Kloppo beobachtet, wie er am Ausgang der Mannschaftskabine stehend den vorbeilaufenden Spielern mit einem aufmunternden Spruch immer einen „Klaps auf den Po“ gab. Der Yogi soll das auch zelebrieren. Allerdings lässt er den Müller immer aus. Yogi soll gesagt haben, der Müller hat einen so spitzen Hintern, da tut ihm jedes Mal die Hand weh. Außerdem verfügt der Müller über ein riesiges Potenzial „intrinsischer Motivatoren“, da kann man auf den „extrinsischen Klaps auf den Po“ beim Müller verzichten.

Der Trainer Renee Ossowski wollte nicht auf den kleinen Eustress hören. Er stellte sich am ersten Seminartag an die Eingangstür und wartete auf die ersten Teilnehmer. Der Frauenanteil beträgt in den PMP Seminaren etwa 20%. Ausgerechnet heute, quasi in der Testphase, musste natürlich zuerst eine Frau kommen. Und dann noch eine sehr attraktive im engen Kostüm! Sie kam lächelnd auf den Trainer zu. Der Trainer dachte an Kloppo und „ob die junge Dame wohl motiviert wäre, wenn er ihr einen Klaps auf den Po gäbe?“ Er dachte an Köln, an den HBF, an Migranten und er dachte an seine Frau. Er entschied sich glücklicherweise für den Begrüßungsmodus B: Hände schütteln.

Dem kleinen Eustress fiel ein Stein vom Herzen. Er gab dem Trainer den Rat, Kloppo Kloppo sein zu lassen und seinen eigenen Stil zu entwickeln. Kloppo ist jetzt sowieso in England. Warum die Engländer wohl den Kloppo nach England geholt haben, dachte sich der kleine Eustress, wo doch die Engländer die Deutschen als „Sauerkraut“ bezeichnen. Welcher normale Engländer holt sich denn schon einen „Sauerkraut Migranten“ auf die Insel. Vermutlich weil sie mit dem Kloppo nicht Gefahr laufen, dass er ihre Sozialkassen plündert? Er ist quasi ein Quoten-Migrant. Es könnte aber auch sein, dass die Engländer zumindest einmal die Woche, die böse Fratze eines Deutschen im Fernsehen zeigen wollen. Das wäre aber nicht nett, denn der Kloppo ist ja eigentlich ein ganz Lieber, abgesehen von seinem Theater am Spielfeldrand.

Karikatur über intrinsische MotivationNun denn. Die SONOXO Akademie macht jetzt 3 Wochen Pause. Der kleine Eustress hat einen Beraterauftrag aus den USA erhalten. In den USA streiten sich Donald der Gockel -nicht zu verwechseln mit Donald the Duck- und Hilli die Henne um die Vormacht auf einem riesigen Misthaufen. Der Misthaufen soll inzwischen schon so durchlöchert sein wie ein schweizer Käse. Man benötigte Energie für die Beleuchtung des Hühnerhofs bei Nacht, da immer mehr böse Füchse kommen und Hühner jagen. Dafür wurde der Misthaufen exzessiv gefrackt. Donald der Gockel soll letztens bei einem "Test-Stehen" schon darauf eingebrochen sein, was seiner Frisur erheblich geschadet hat. Jetzt trägt er das Haar offen!

Unterwegs im Flugzeug in die USA kam es zu erheblichen Turbulenzen. Der kleine Eustress erkannte sofort die Gefahr, dass der böse Distress sich breit machen würde. Er lief schnell nach vorne und schnappte sich das Mikrophon. Er wollte die Insassen mit einem Witz ablenken: „Trafen sich zwei Einzeller im Mittelmeer. Meinte der eine Einzeller zum anderen Einzeller: „Lass uns doch an Land krauchen, dann entwickeln wir uns zu Menschen und können Liebe machen und Kinder zeugen“. Fragt der andere Einzeller etwas ungläubig: „Und wenn wir uns beide zu Männern entwickeln, was machen wir dann?“ Der erste Einzeller rollt nachdenklich mit den Augen nach oben: „Hmmm? Dann eben nur Liebe.“Trump

Der Witz kam an! Alle lachten und waren etwas entspannt, bis auf einen Fluggast der aussah wie Donald the Gockel Undercover. Er regte sich auf, weil zu viele Mexikaner im Flugzeug waren.  

Die Landung in Washington war dagegen problemlos. Beim Zoll angekommen trällerte der kleine Eustress ein arabisches Liedchen. Er wurde sofort festgenommen. Zum Glück hatte Hilli die Henne einen Abholdienst organisiert, so dass der kleine Eustress schnell frei kam und ins Hotel begleitet wurde. Am Abend traf er Hilli die Henne zur Beratung. Er fragte nach ihrer Strategie. Hilli erzählte ihm, dass sie die NSA auf den TTIP Siggi angesetzt hatte. Auf Basis der Auswertungen hatte sie sich eine kleine Flagge gekauft, die sie, sobald sie auf dem Misthaufen steht, hochhält, um zu sehen, woher der Wind bläst.

Der kleine Eustress war von der Strategie nicht begeistert. Er schlug ihr vor, dann schon lieber die „Wir schaffen das-Strategie“ anzuwenden. Da werden ihr die bösen Füchse zwar auch einige Hühner vom Hof stehlen, aber sie bleibt zumindest im Sattel oder besser gesagt, sie kann den Misthaufen problemlos besteigen. Die Idee fand sie nicht schlecht. Das Beste wäre aber eine ganz eigene Strategie, meinte der kleine Eustress. Authentisch, integer und humorvoll. Ihren Konkurrenten soll sie am besten ignorieren. Der flattert ganz von alleine vom Misthaufen.

Aber hinter vorgehaltener Hand riet der kleine Eustress ihr, lieber in Rente zu gehen. Die Prognosen für Politiker stehen auf Sturm und Distress. Das Alterungspotenzial ist 20-mal höher als in der letzten Legislaturperiode. Das muss man sich nicht antun.

Karikatur: Hillary als Huhn HilliDie Hilli ließ sich aber nicht abbringen. Schließlich hatte sie mit ihrem Home-Gockel gewettet, dass sie mit Sack und Pack wieder auf den Misthaufen ziehen werden.

Donald the Gockel -er wird auch Donut the Trampel genannt, weil er so süß und lecker schmeckt, wohlwissend, dass ein Donut aber auch dick, fett und krank macht- will ja rund um den Misthaufen eine Mauer bauen lassen, weil da sonst niemand außer seinesgleichen etwas zu suchen hat. Er übt sich in „Desinformation“, muss aber noch lernen. Von daher hat der Gockel sich das Buch „Desinformation“ von Max Otte bestellt. Allerdings wohl in Unwissenheit dessen, dass Max Otte die „Desinformation“ der Medien, Politik und Werbung an den Pranger stellt. Na ja, denkt sich der kleine Eustress, vielleicht lernt der Gockel ja was Positives und legt etwas von seinem destruktiven Denken ab. Sein präferierter Satz in eine Endlosschleife: „Niemand will eine Mauer bauen.“

Nun ja, der kleine Eustress musste wieder nach Deutschland, auch da gibt es viel zu tun. Sein letzter Eindruck: am Flughafen fielen ihm so kleine Sträucher auf, die sahen aus wie die Frisur vom Donut. Ein Strauch war weg! Hoffentlich wird die Frisur kein Trendsetter, dachte sich der kleine Eustress!

Lesen Sie weiter in Teil 3: Der kleine Eustress in der Welt der Desinformation

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