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Digitalisierung: Besitzen Sie schon die neue Schwangerschafts-App?

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Wenn Sie bisher nicht viel mit dem Begriff „Digitalisierung“ anfangen konnten, auf Basis des folgenden, etwas überzogenen,  fiktiven Beispiels, werden Sie Digitalisierung besser einschätzen können.

Ja….., die Digitalisierung schreitet in großen Schritten voran. Der neueste Hype der Firma Babylove GmbH aus Rotland: Ein hypersensibles Display mit wisch-wash Funktion, zur Analyse weiblichen Urins bezüglich einer Schwangerschaft. Aber nicht nur das: Die App meldet auch gleich die Geschlechtsmerkmale des Embryos sowie die Anzahl der vorhandenen Föten. Zukünftig soll es auch möglich sein, antizipierend spätere Krankheiten des Kindes zu prognostizieren.

Speziell die für Rotland produzierten Apps, melden der Schwangeren folgenden Text: „Keine weiteren Schwangerschaften erlaubt! Optionale Ausnahmen nur über Freigabe des Kreisverbands“. Natürlich alles auf Rotländisch.

Die Ein-Kind-Politik in Rotland lässt sich über die Digitalisierung vorzüglich steuern. In den Optionen der App lassen sich bestimmte Konfigurationen definieren, die die gerade beschriebene Meldung der App verhindern würden. Bspw. darf ein Ehepaar, bei dem mindestens ein Partner selbst Einzelkind war, zwei Kinder zeugen. Oder man ist Teil einer ethnischen Minderheit, auch das hilft, die Lizenz zum „Zeugen“ zu erweitern.  Eine Art Freigabe Schlüssel für die App muss beim Kreisverband beantragt werden, sonst lässt die App diese optionalen Einstellungen nicht zu. 

Jede Frau ab 16 Jahren muss in Rotland ein eingeschaltetes personalisiertes Smart Phone mit dieser App ständig bei sich tragen. Das Smartphone funktioniert ähnlich wie eine Protokollierungsbox im Mäusekäfig. In wissenschaftlichen Untersuchungen protokolliert die Box die Anzahl der täglichen Ausscheidungen, die sexuelle Aktivitäten, Fressgewohnheiten usw. usw.

Diese Smartphones werden den Frauen kostenlos zur Verfügung gestellt und müssen unter Androhung von Strafen ständig am Mann (respektive Frau) getragenHandy Schwangerschaft werden.

Schon in den nächsten Wochen soll ein Upgrade erfolgen. Die App soll dann auch die fruchtbaren Tage der Frau mit 99,9% prozentiger Sicherheit anzeigen. Dazu erhält das Smartphone seitlich einen kleinen Sensor, der mit der Zungenspitze nur kurz berührt werden muss. Voila – adios Anti Baby Pille! Rotland kann damit faule Ausreden wie „die Pille ist mir in die Luftröhre gerutscht“ ,„die Pille muss in einer Zahnlücke geklemmt haben“ oder „das Kondom war von schlechter Qualität“, von vornherein verhindern.

Ein weiteres Problem sind die Spermien, die etwa 3 – 5 Tage im weiblichen Unterleib überleben können. Auch hier werden bald erste Lösungen zu verzeichnen sein. Die Smartphones erhalten ein Scanner Modul, das in der Lage sein wird, die Spermien im weiblichen Unterleib aufzuspüren und durch eine ungefährliche Beta Strahlung zu eliminieren.

Von diesem Zeitpunkt an, werden ungewollte Schwangerschaften unmöglich sein. Rotland plant für diesen Zeitpunkt ein Gesetz, Eltern nicht lizensierter Kinder zu bestrafen.

PMP HannoverSollten Sie dagegen nicht in Rotland leben, können Sie unbedenklich dieses Handy mit der App verwenden. Der Hersteller als auch Rotlands NSC versichern, dass keinerlei Spionage Software in dem Handy installiert ist. Im Gegenteil, die Export Smartphones enthalten ein Motivationsprogramm, mehr Kinder zu zeugen.

 

Jede Medaille hat zwei Seiten!

Das etwas plakativ beschriebene Szenario mag viele Menschen von einer „digitalisierten Zukunft“  eher abschrecken. Leider birgt jede technische Errungenschaft nicht nur positive sondern meistens auch negative Elemente.

Daumen hochNicht mehr lange, und unsere elektrisch betriebenen, autonom fahrenden Autos, müssen keine Tankstellen mehr anfahren. Entlang den Strassen und Autobahnen werden Ladestationen etabliert sein, die automatisch den Ladezustand der vorbei fahrenden Kfz erkennen und bei Bedarf eigenständig während der Fahrt aufladen. Das Kennzeichen ist assoziiert mit Ihrer Kreditkarte und bucht die Kosten automatisch ab. 

Daumen runterAllerdings kann der Staat oder vielleicht auch Google, Bewegungsprofile von Ihrem Kfz entwickeln.

Daumen hochDie Möglichkeiten für die Kommunikation sind natürlich phänomenal. Heute ist es schon möglich, mit dem Arzt Face to Face nicht so schwerwiegende Krankheiten online zu besprechen. Langfristig wird über "Künstliche Intelligenz (KI)" eine Diagnose noch fokussierter und sicherer möglich sein, als es ein Arzt ermöglicht. Es werden Schnittellen zum heimischen WLAN existieren, die sogar bestimmte Untersuchungen im eigenem Heim ermöglichen. KI wird das Leben der Menschen nicht nur extrem vereinfachen, es wird auch erheblichen Kostenreduzierungen führen.

Daumen runterAber die dunkle Seite von KI wird zur Zeit noch extrem ausgeblendet. Risiken der KI wurden auf der Münchner Sicherheitskonferenz diskutiert. So wie Massen an Daten Krankheiten besser diagnostizieren können, können Massen an Daten auch Menschen in Verruf bringen, Minderheiten stigmatisieren und Influencing in jede präferierte Richtung begünstigen. Es kommt nur darauf an, wer "Herr der Daten" ist.

KI bietet ebenfalls ein breites Spektrum für kriminelle Aktivitäten! Schurkenstaaten und Kriminelle sehen in der Digitalisierung erhebliches Potenzial. Stellen Sie sich allein einen Roboter vor, der in einem ferngelenkten KFZ vor Ihrem Haus vorfährt und darin einbricht. Der eigentliche menschliche Dieb steuert diesen Roboter aus dem Ausland über das Darknet und kann nicht lokalisiert werden.

Sie wohnen im 10. Stock und fühlen sich sicher? Der Roboter wird sogar im Air Taxi kommen und gleich auf Ihrem Balkon im 10. Stock einsteigen! Dieser Roboter wird Sie nicht nur bestehlen, er wird aufgrund seiner medizinischen "Big Data" Fähigkeiten Ihnen einen Chip ins Rückenmark implementieren. Sie werden dann vollkommen willenlos, jeden Monat 20% von Ihrem Gehalt an den Besitzer des Roboters überweisen: Als Honorar für Adelheid
Dienstleistungen zur Digitalisierung Ihrer mentalen Fähigkeiten.

Sie halten das alles für Utopie? Lesen Sie diesen Bericht:  https://www.express.de/news/panorama/kuenstliche-intelligenz-experten-warnen--schon-putz-roboter-kann-toedliche-waffe-werden-29741158

Aber ist die Politik diesen Entwicklungen gewachsen?  Kriminelle Aktivitäten im Darknet, der gerade bekannt gewordene Datenklau bei Facebook oder Wahlmanipulationen über soziale Netzwerke – fokussiert die Hilflosigkeit der Politik.

Mit dem Entwickeln von Know How ist es wie mit These und Antithese. Entwickeln wir kein Know How in der positiven Digitalisierung, können wir der negativen Digitalisierung nichts entgegenstellen.

"Die Digitalisierung steht im Koalitionsvertrag", „Die Vorstände der Großunternehmen haben begriffen.“ „Die Politik hat verstanden“.

Diese Tatenlosigkeit ist auch ein Indikator für die Ideenlosigkeit und fehlende Kompetenz in diesem Anwendungsbereich. Sicherlich auch ein Ergebnis des Fachkräftemangels.

Ich denke der Phantasie digitalisierter Kriminalität sind keine Grenzen gesetzt. Die Frage ist nur, schlafen wir hier weiter oder sind wir auf diese Technologien vorbereitet?

 

Sehen Sie zu diesem Thema auch den Presseclub: 

https://www.ardmediathek.de/tv/Presseclub/Algorithmen-Roboter-künstliche-Intelli/Das-Erste/Video?bcastId=311790&documentId=52197930

 

Keine Macht der Werbung! Des Autors einziger Lohn: Eine Referenz in Ihrem Netzwerk!

Hier schreibt Renee Ossowski, PMP

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Die SONOXO Akademie GmbH Salzburg ist eine Firmenschwester der SONOXO GmbH aus Berlin. Die SONOXO GmbH ist mit Projektberatern in diversen  Unternehmen unterwegs. Erfahrungen der SONOXO GmbH werden in der SONOXO Akademie adaptiert und in Trainings umgesetzt. Ein großes Augenmerk der SONOXO Akademie liegt auf der Habitualisierung des Erlernten, eine Transformation in unbewusstes Wissen. Die Seminare finden über Berlin hinaus, in den meisten Großstädten Deutschlands und Österreichs statt.

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